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Sonntag, 4. August 2013

La Vena Creativa


La Fotografia
Nach drei Jahren des Grübelns und Zögerns durfte ich sie im April endlich das erste Mal in meinen Händen halten - meine eigene Spiegelreflexkamera. Natürlich komme ich genau jetzt kaum zum Ausprobieren, aber ihr werdet hier sicher noch genügend Fotos zu sehen bekommen ;)



Il Disegno
Wiederentdecktes Kindheitshobby



Il Cucito
Nachwuchsdesignerin? ;) Nach kritischem Probetragen in den eigenen vier Wänden und Zustimmung meiner Lieblingsberaterin (die einfach allem etwas Positives abgewinnen kann) habe ich mich in meinem ersten Nähversuch sogar schon auf eine Grillparty getraut.



La Letteratura 
Ich möchte diesen Post nutzen um einer meiner liebsten und treusten Leserinnen zu danken - Anja aka weltentdeckerin. Sie hat mich auf die Aktion "Eine Stadt. Ein Buch." aufmerksam gemacht, bei der in Wien jedes Jahr 100.000 Exemplare eines ausgewählten Buches gedruckt und kostenlos an die Einwohner verteilt werden. Und was finde ich einige Wochen später in meinem Briefkasten? Eine Ausgabe von Rafik Schamis "Eine Hand voller Sterne". Ich kann es immer noch kaum glauben, dass du es mir wirklich geschickt hast! Vielen Dank noch einmal dafür =)
Der gebürtige Damaszener hat es geschafft mein Bild von Syrien (das vorher hauptsächlich aus Erdöl und Aufständen bestand) durch die Hand eines 14-jährigen komplett auf den Kopf zu stellen und meinen Blick für die kleinen Dinge des Lebens wieder neu zu öffnen.



Ich hoffe sehr, dass ihr hier noch ab und zu vorbei schaut und mir erzählt, wie es euch in den letzten Monaten ergangen ist. Wer kennt Rafik Schami? Wer näht gerne selbst? Schickt mir Bilder von euren Zeichnungen, missbraucht meine Kommentarfunktion als Tagebuch! ;)


La vena creativa - Die kreative Ader, Il Disegno - Das Zeichnen, Il Cucito - Das Nähen, La Letteratura - Die Literatur

Donnerstag, 23. August 2012

Traumhaus

Nach einer Übernachtung mit meinem Freund im Bungalow meiner Großeltern bin ich mir sicher: Ich will später ein Schlafzimmer mit direktem Ausgang in den Garten! Gibt es einen besseren Start in den Tag, als von den Sonnenstrahlen, die durch die bodentiefen Fenster fallen, geweckt zu werden und sofort die Natur vor Augen zu haben, die früh am Morgen so unberührt und friedlich wirkt, noch halb verschlafen die Tür zu öffnen und die kühle Luft eines frischen Tages einzuatmen, barfuß durch den taunassen Rasen zu laufen, ein paar Früchte aus eigenem Anbau zu naschen, die Sonne im Gesicht zu genießen und sich auf den neuen Tag zu freuen - vielleicht steht ja auch schon eine Tasse mit frisch gekochtem Kaffee auf der Terasse..? (Wohl eher nicht, ich bin bei uns der Frühaufsteher ;D)

Ich liebe solche Träumereien. Mein späteres Traumhaus habe ich mir schon mehrfach zusammen gesponnen, immer wieder umgeräumt, alles über den Haufen geworfen oder neue Ideen eingebracht. Wahrscheinlich lässt es sich architektonisch garnicht verwirklichen und für all die tollen Wohntipps aus Zeitschriften, Blogs und Bildern ist in keinem Haus der Welt Platz, aber da ich sowieso ein Sammelmensch bin und Ideen keinen Platz wegnehmen kann man ja schonmal darüber nachdenken ;)

Ein kleiner Garten ist Pflicht, am besten mit ein paar Obstbäumen und kleinen Beeten, oder zumindest ein paar Töpfe mit Gemüse- und Kräuter-
pflanzen auf der Terrasse - so viel Arbeit soll es ja auch nicht machen ;D. Über die Terrasse gelangt man direkt in die Küche, damit wir Geschirr und Essen nicht so weit tragen müssen, wenn wir im Sommer draußen essen wollen. Für die Kinder sind Spiel- und Fußballplatz hoffentlich in der Nähe, sonst muss dafür im Garten auch noch Platz geschaffen werden. 

Meine Vorstellung von der Inneneinrichtung schwankt von futuristisch-minimalistisch bis hin zu urig-gemütlich. Jedenfalls würde ich morden für diese Fensterniesche, obwohl neue Häuser wohl kaum so dicke Wände haben =/


Meine Träume vom eigenen Haus erinnern mich gerade an eines meiner allerliebsten Kinderbücher - "Lustige Geschichten" von Wladimir G. Sutejew, in dem in einer der Erzählungen ein Mädchen ein Haus für ihre Katze zeichnet und versucht, deren Anforderungen gerecht  zu werden. Bessere Bilder folgen, wenn ich das Buch vom Dachboden gekramt habe. Das wird auf jeden Fall meine nächste Lektüre.. Ich habe es geliebt!


Ich habe sogar einmal mitgezeichnet. So sah das Haus am Ende aus:

 

In meinem Blog werden in nächster Zeit jedenfalls auch einige Wohn- und Dekoideen auftauchen (damit ich mich später auch noch daran erinnern kann) und sicher auch eine Geschichte aus diesem wunderwunder-
schönen Kinderbuch ;)


Dienstag, 24. Juli 2012

Happy End?



Ich hasse dieses Gefühl, wenn man ein Buch zu Ende gelesen hat. Wenn man es zuschlägt und plötzlich wieder in der Realität ankommt. Wenn man weiß, dass es über die so vertraut wirkenden Personen und Orte nicht mehr zu sagen und zu wissen gibt, obwohl man am liebsten deren ganzes Leben nachlesen, wenn nicht sogar selbst nachleben würde. Man fühlt sich, als müsste man sich verabschieden und irgendwie zurückgelassen, als wenn eine echte Person gehen würde. Wohl am schlimmsten, wenn man vor Spannung bis in die Nacht liest und sich allein im Dunkeln wiederfindet.

Wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass ein Buch gut war und
ein Grund, wieso Triologien so gut ankommen ;)


Freitag, 20. Juli 2012

Rue's Lullaby

 

Deep in the meadow, under the willow
A bed of grass, a soft green pillow
Lay down your head, and close your sleepy eyes
And when again they open, the sun will rise.

Here it's safe, here it's warm

Here the daisies guard you from every harm
Here your dreams are sweet and tomorrow brings them true
Here is the place where I love you.

Deep in the meadow, hidden far away

A cloak of leaves, a moonbeam ray
Forget your woes and let your troubles lay
And when again it's morning, they'll wash away.

Here it's safe, here it's warm
Here the daisies guard you from every harm
Here your dreams are sweet and tomorrow brings them true
Here is the place where I love you. 



Ein Buch, das man einfach nicht weglegen kann. Ich bin gerade dabei, das Original von "The Hunger Games - Die Tribute von Panem" auf Englisch zu lesen und heute an dieser unglaublich traurigen Stelle angekommen. Review folgt später - ich muss schnell weiterlesen (selbsternannter lernfreier Tag! ;) ).



"I want to do something, right here, right now, to shame them,
to make them accountable, to show the Capitol that whatever
they do or force us to do there is a part of every tribute they
can't own. That Rue was more than a piece in their Games.
And so I am."



Donnerstag, 1. März 2012

[Buchtipp] Paullina Simons - Die Liebenden von Leningrad

"Eines Morgens, als Tatiana im Dunkeln die Nekrasowa entlangging, kam sie an einem Mann vorbei, der in die gleiche Richtung ging wie sie. Er war groß, schon älter, dünn und trug einen Hut.
Erst als sie an ihm vorbeikam, fiel Tatiana auf, dass sie schon seit langem niemanden mehr überholt hatte. Entweder gehe ich wieder schneller, dachte sie, oder er ist sogar noch langsamer als ich.
Sie blieb stehen, und als sie sich umdrehte, sah sie, wie der Mann langsam zu Boden sank. Sie lief zu ihm, um ihm aufzuhelfen, aber er lag ganz still da. Seine weit geöffneten Augen starrten Tatiana blicklos an. Er war tot.
Entsetz ließ Tatiana den Mann los und lief zum Laden, ohne sich noch einmal umzusehen. Auf dem Rückweg nahm sie einen anderen Weg, um nicht noch einmal an der Leiche vorbei zu müssen. Die Luftangriffe hatten bereits begonnen, aber sie kümmerte sich nicht darum und eilte nach Hause.
Als sie ihrer Familie erzählte, dass vor ihren Augen auf der Straße ein Mann gestorben sei, nahmen die anderen kaum Notiz davon. "Ach ja?", sagte Marina. "Ich habe ein totes Pferd mitten auf der Straße liegen sehen und die Leute haben sich fast darum geprügelt. Und das ist noch nicht einmal das Schlimmste, ich habe jemanden gefragt, ob ich ein Stück haben kann."
Tatiana aber ging das Gesicht des Mannes nicht mehr aus dem Kopf. Nachts, wenn sie die Augen schloss, sah sie ihn vor sich. Jedoch nicht sein Tod quälte sie, denn Tote hatte sie auch schon in Luga gesehen. Was sie beunruhigte war, dass er, kurz bevor er umfiel, noch gegangen war, und er war nicht viel langsamer gewesen als Tatiana."

Dieser Roman von Paullina Simons ist wahrscheinlich mein absolutes Lieblingsbuch. Teilweise so schmalzig und vor Romantik triefend, dass einem das Herz weh tut, aber auch sehr traurig, detailreich geschrieben und geschichtlich gut ausgearbeitet. Auf jeden Fall verfolgt es einen den ganzen Tag, wenn man es einmal in die Hand genommen hat.
Es geht um die Liebe der 17-jährigen Tatiana und dem Soldaten Alexander während der Belagerung Leningrads im Zweiten Weltkrieg, die zwischen Bombenangriffen, dem Zerfall der Familie und dem nahen Hungertod keine große Chance hat.
Inhaltszusammenfassungen und Bewertungen können andere besser schreiben, ich hoffe meine Leseprobe hat euch gefallen. Inzwischen gibt es auch einen zweiten und dritten Teil.