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Montag, 27. August 2012

Beautiful Hollie


"This was written by a little 6 year old girl. I babysit her and her two sisters - Rebecca and Mia, and before they go to bed they all sit down and write little prayers to God.
This was the one that Hollie wrote last time, and it absolutely broke my heart. I mean, she’s six years old and she thinks she’s not beautiful. That’s not right. But she is beautiful, absolutely gorgeous. She’s got golden blonde hair, bright green eyes and a smile so beautiful that you melt a little inside when you see it.
When their mum got home, I showed her Hollie’s prayer, and she was devastated. She’s a nurse so she’s seen a lot of horrible things, but I have never seen her like that. And so I had to do something.
If you’re reading this, and if you have the slightest bit of a heart, please reblog this, so that I can prove to Hollie that she is beautiful, and that she is so special, and that God made her exactly the way she is because He knows that He made her perfect. Please give this beautiful little girl the confidence she deserves."
 http://idreamof-you.tumblr.com




Das hat mir gerade Tränen in die Augen getrieben. In was für einer Gesellschaft leben wir, dass sich ein so junges Mädchen solche Gedanken macht. Sollte man da nicht noch unbeschwert und zufrieden mit sich selbst sein?
Ich danke allen Gemeinden, einschließlich meiner, die den Menschen zeigen, dass Gott jeden besonders und wunderbar gemacht hat. Denn dort hat weder Selbsthass noch Überheblichkeit gegenüber anderen Platz.


Dienstag, 24. Juli 2012

Mein liebes gutes Friedel!

"Ob ich noch an den letzten Jahrmarkt denke? Aber Friedel, so eine Frage. Dieser Tag wird mir unvergesslich bleiben, ist er doch derjenige, wo ich Dich, mein herrliches Lieb, gefunden habe."

Diese Zeilen stammen weder aus einem alten Briefroman noch einer TV-Schnulze, sondern aus einem von vielen Briefen meines Ururgroßvaters an seine spätere Ehefrau Frieda. Eine Frau, die ich nur durch diese Texte, Erzählungen meiner Großeltern und dem Grabstein auf unserem Friedhof kenne und von der ich trotzdem unglaublich beeindruckt bin. Beeindruckt, wie sie ihr Leben gemeis-
tert hat, obwohl sie ihren ersten Mann im 1. Weltkrieg, beide Söhne im 2. Weltkrieg und auch ihren zweiten Ehemann verloren hat. 
Um ihre Geschichte auch für kommende Generationen in Erinnerung zu halten und weil auch mir die altdeutsche Schrift manchmal Schwierigkeiten bereitet, habe ich begonnen, diese Nachrichten von Mann und Kindern abzuschreiben.
(Wahrscheinlich hat mein Ururgroßvater diese Briefe in der Annahme geschrieben, dass niemand als seine Frau sie lesen wird. Aber ihre Geschichte und seine Gedanken zu teilen, soll niemanden bloßstellen, sondern ist für mich eine Möglichkeit, die beiden weiter leben zu lassen.) 
Viele Briefe mit Plänen über die Zukunft des jungen Paares machen mich traurig, wenn ich daran denke, dass sie diese nicht verwirklichen konnten und es ist ein seltsames Gefühl, mit Bleistift gekritzelte Feldpost zu lesen, die einmal ein junger Soldat, ein Blutsverwandter, in der Hand hielt.

Und doch macht es Spaß damalige Beziehungen mit heutigen zu vergleichen. Denn vieles kommt einem unglaublich bekannt vor, während andere Gedanken für Paare des 21. Jahrhunders unvorstellbar wären.


Ein Foto der beiden folgt, wenn wir es wieder gefunden haben ;)


Es ist schön zu lesen..

.. was diese erste Verliebtheit schon damals aus echten Kerlen gemacht hat 
"Ach Schatz, ich habe so große Sehnsucht nach dir, wenn ich nur jetzt einmal in Deine hübschen lieben Augen sehen und Dich recht abküssen könnte. Dann bin ich aber auch wieder so recht glücklich, ich könnte alle umarmen, (doch halt, das soll nicht gut sein, wenn da nun jetzt ein Fabrikmädchen ins Komptoir käme, nee, nee, gibt’s nicht)"

.. dass sich Männer(träume) wohl niemals ändern werden
 "Am Mittwoch Nacht hat mir geträumt, ich war wieder mal bei euch auf Urlaub und da haben wir beiden Racker wieder mal allerlei Tollheiten getrieben, ich war da wieder mal so recht glücklich. Es wurde aber diesem Glücke ein ebenso plötzliches als schnödes Ende bereitet, dass ich auf einmal in meiner ganzen Länge von 176 ½ cm schlankweg aus dem Bette fiel und natürlich dadurch aufwachte. Ich habe aber nicht schlecht geschaut Schatz, als ich da unten auf der Diele lag, konnte mich erst gar nicht besinnen wo ich eigentlich war und bin eine ganze Weile da unter dem Bett rumgekrabbelt.
Aber ich habe mich geärgert Schatz als ich wieder aufwachte, ach und der Traum war doch so herrlich Schatz."

.. wie sehr sich junge Menschen gestern wie heute auf die erste gemeinsame Wohnung und die eigene Familie freuen
"Schatz, noch 131 Tage, dann bin ich hoffentlich bei Dir, ach, nur daran denken ist schon eine Wonne. Weißt Du Schatz, dann kramen wir zusammen oben in Deinem Zimmer um wie wenn wir schon ein eigenes Heim hätten, ach, werde ich da glücklich sein und wie freue ich mich darauf. Und wenn wir dann erst mal verheiratet sind und so ein kleiner Krauskopf packt den Papa bei den Haaren, ach, ich kann mir das gar nicht alles ausdenken. Abend gehen wir dann zusammen spazieren. Es ist ja noch eine ziemliche Zeit, bis das in Wirklichkeit werden wird, aber tröste dich nur Schatz, es wird alles noch, nur Geduld und die nötige Liebe haben."

.. wie man der werdenden Mutter auch per Brief beistehen kann
"Wie gern möchte ich doch wieder mal bei dir, mein Liebling sein, bis Weihnachten sind immer noch 107 Tage, die Zeit will aber auch gar nicht vergehen. Nun wird bald die entscheidende Stunde kommen, nimm dich nur in acht und schone dich recht Schatz, damit dir nichts passiert, jetzt, da die Zeit immer näher rückt, werde ich selbst etwas unruhig.
Na bin nur recht tapfer mein Liebchen, es wird schon alles gut vorüber gehen. Ist denn der kleine Knirps immer noch so unartig?"

.. wie man schon früher am besten eine Auseinandersetzung beendete
"Du bist doch ein kleiner Brautekopf und bleibst es wahrscheinlich auch. Wenn ich schließlich Weihnachten auf Urlaub komme, und Du willst mir eine Moralpredigt halten, dann packe ich Dich ganz einfach bei den Ohren und küsse Dich solange, dass du fast keinen Atem mehr hast und nicht mehr schimpfen kannst, und auskneifen werde ich Dich dann schon nicht lassen, selbst dann nicht, wenn Du die Absicht haben solltest, mir in die Zunge beißen zu wollen."

.. dass die Jugend damals mindestens genauso schlimm war wie heute ;)
"Also Friedel, denke morgen an mich wenn du einen Kater hast. Schönen Gruß und Kuss dein treuer Arthur."


In Erinnerung an Frieda und Arthur
sowie deren Söhne Herbert und Gerhard

 

Montag, 18. Juni 2012

Juleica-Update

Ja! Ich habe mich entschlossen und war am Wochenende tatsächlich bei einem Kurs zur Verlängerung meiner Jugendleiterkarte in Dresden. Das habe ich auch nicht bereut und ich würde gerne ein paar Dinge mit euch teilen, die bei mir hängen geblieben sind.

Als erstes eine Geschichte, die sicher einige kennen. 
Aber ich finde den Vergleich so gut, 
dass ich sie nochmal in Erinnerung bringen will.


Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

"Sag mal, glaubst Du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?" fragt der eine Zwilling.
"Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen kommen wird", antwortet der andere.
"Ich glaube, das ist Blödsinn!", sagt der erste. "Es kann kein Leben nach der Geburt geben; wie soll das denn bitteschön aussehen?"
"So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es muß doch mehr als diesen dunklen Ort geben; es muß anderswo etwas geben, wo Licht ist und wo man sich frei bewegen kann. Vielleicht werden wir herum laufen und mit dem Mund essen."
"So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst Du herumlaufen? Dafür ist doch die Nabelschnur viel zu kurz!"
"Doch, es geht ganz bestimmt! Es wird eben alles ein bisschen anders."
"Du spinnst! Es ist doch noch nie einer zurückgekommen von nach der Geburt! Mit der Geburt ist das Leben zu Ende! Punktum."
"Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden, und sie wird für uns sorgen."
"Mutter? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?"
"Na hier! Überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!"
"Quatsch! Von einer Mutter habe ich nie etwas bemerkt. Also gibt es sie auch nicht!"
"Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst Du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt!"

nach Henry Nouwen 
(Leider gibt es die Version, die ich gehört habe nirgends im Internet =/ )

Vor allem diese Dimension, um wie viel also auch unser Leben nach dem Tod das irdische übertreffen soll, hat mich unglaublich beeindruckt. Und dabei lässt sich Gott an solchen menschlich vorstellbaren Relationen bei weitem nicht messen.

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Neben ein paar Impulsen haben wir vor allem eine Menge
über rechtliche Fragen und neue Methoden gelernt. Eine
wie ich finde sehr witzige Möglichkeit für Feedbackrunden
(z.B. nach einer Rüstzeit) sind die Blobs. Jeder soll sich
einen Blob aussuchen, der die aktuelle Stimmungslage am
besten wieder gibt, den bunt anmalen und der Gruppe
erzählen warum er gerade diesen gewählt hat. Das kommt
natürlich am besten bei Kindern an, aber uns hat's auch viel
Spaß gemacht ;)


Ich habe am Sonntag einen der sich umarmenden Blobs
gewählt, weil ich mich in der Gruppe wirklich wohl und
angenommen gefühlt habe, weil ich immer gerne neue
Leute kennen lerne und ich konnte als Feedback
einbringen, dass es am Ende doch von Vorteil war, dass
wir eine relativ kleine Gruppe (9 Leute) waren. Vor allem
meine Zimmergenossin fand ich richtig nett =)
Grüße an Juli, falls du das lesen solltest ;) 




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Zum Abschluss haben wir ein "Spiel" gespielt, das einfach immer wieder gut tut. Dabei bekommt jeder einen 
Zettel auf den Rücken geklebt und die anderen schreiben darauf, was sie an der jeweiligen Person schätzen. 
Danach wird der Zettel abgenommen und weg gepackt und darf erst zu Hause gelesen werden.
Weil ich durch Abitur und Studium oft in meinem Stressalltag gefangen bin und am liebsten jeden Moment 
planen würde, habe ich mir schon länger gewünscht, wieder spontaner zu werden und endlich wieder weniger 
verkrampft zu sein.
Und dann stand auf meinem Zettel doch wirklich: Spontanität.
Ich weiß wirklich nicht, wann ich an diesem Wochenende spontan war und vielleicht ist der Person auch einfach 
nichts besseres eingefallen, aber darüber habe ich mich wirklich gefreut.
Auch z.B. über: 
"deine positive, freundliche Grundhaltung gegenüber anderen"
"ansteckende Fröhlichkeit"
"positive Ausstrahlung" 
Genau die Dinge, auf die ich Wert lege und die ich glaubte, nicht mehr zu besitzen =)
Natürlich ist das Risiko hoch, dass bei diesem Spiel einfach geschmeichelt wird oder man sich gezwungen 
fühlt, sich etwas positives aus den Fingern zu saugen. Aber es baut einen doch immer wieder auf, so etwas zu lesen =)

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an den Gruppenleiter und die tollen Leute für das wunderschöne Wochenende =)