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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Weihnachten im Schuhkarton 2013

Wie auch schon im letzten Jahr möchte ich euch gerne rechtzeitig an meine Lieblingsspendenaktion erinnern - Schenkt einem bedürftigen Kind in Osteuropa oder Asien das erste Weihnachtsgeschenk seines Lebens, das Gefühl wertvoll zu sein und eine neue Zukunftsperspektive!
Noch bis zum 15. November könnt ihr eure Schuhkartons abgeben. Für weitere Informationen, Geschenkideen und Eindrücke möchte ich euch meine Posts vom letzten Jahr und die offizielle Website zur Aktion ans Herz legen. Hinterlasst mir gern Fotos von euren gepackten Geschenken oder den Link zu eurem Blogpost, falls ihr ebenfalls berichtet. Vielleicht werde ich demnächst alle Teilnehmer verlinken und auch eure Schuhkartons vorstellen.





Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten




Happy Birthday Jesus!
Während ich hier an dich denke,
kriegen alle anderen, nur du keine Geschenke.
Für die meisten bist du doch der allerletzte Dreck,
sie glauben lieber an einen Coca-Cola-Werbegag.

 *****

Wisst ihr, worauf ich mich seit Anfang November gefreut hatte? Euch von den Adventssitten und -bräuchen hier im Erzgebirge zu erzählen. Wir als Erfinder der Schwibbögen und Nussknacker sind nämlich ein richtiges kleines Weihnachtsland mit wunderschönen Traditionen und ohne Ami-Blingbling. Aber natürlich vergingen diese 4 Wochen mal wieder viel schneller, als gedacht und so verspreche ich, das alles nächstes Jahr nachzuholen. Ob ihr wollt, oder nicht! ;)

 

Ich wünsche euch und euren Liebsten ein wunderschönes
Weihnachtsfest und gesegnete Feiertage.





Freitag, 21. Dezember 2012

"Im Dezember macht man das eben so:" *

... abends lieber noch ein bisschen mit einer Freundin durch die wunderschön
     beleuchteten Straßen und über den Weihnachtsmarkt bummeln, statt das
     Laborpraktikum vorzubereiten
... sich fragen, ob die Zeit im Advent wirklich ein bisschen schneller läuft als
     im Rest das Jahres
... die Hauptmahlzeiten durch Schokolade ersetzen
... sich dann wundern, wieso einem dauerhaft schlecht ist und sich der Magen
     nicht von seinem Infekt erholt
... schon die ganze letzte Woche nur noch halbherzig zuhören und die letzten
     Vorlesungen ausfallen lassen, um den Weihnachtsverkehr zu umgehen
... sich wie die alten Leute über das "schlecht für meinen Kreislauf"-Wetter beschweren
... auf der Suche nach Geschenken meist nur die wunderschönsten Sachen
     für sich selbst finden
... den Menschen und der Stimmung auf den Straßen und in der Uni anmerken,
     dass wir uns wieder diesem besonderen Tag nähern
 * diesen Satz auf Luise liebt gelesen und für genial befunden. Schön zu wissen, dass manches zurzeit eben einfach so sein darf, wie es ist.

 
Mein Problem: Sobald das neue Jahr beginnt und wir Weihnachten und Silvester den Rücken kehren, kann ich dem Winter kaum noch gute Seiten abgewinnen. Da liegen noch immer die unendlich großen, in der Sonne glitzernden Federdecken auf den Wiesen, ich bin immer noch Tee- und Kerzenfan und wer mag schon keine langen DVD-Abende?
Doch sobald die Tage wieder länger werden (ab heute!!) kreisen meine Gedanken nur noch um eines: Frühling! Wenn wieder alles nach frischer Erde duftet, sich die ersten Schneeglöckchen ans Licht kämpfen, die Sonne jeden Tag ein bisschen mehr an Kraft gewinnt und ich spüre, wie alles in mir zum Leben erwacht, gibt mir diese Jahreszeit alles zurück, was mir der Herbst genommen hat: Einen Teil meiner Lebensfreude, Energie, Leichtigkeit, Glückshormone, Kreativität, Optimismus...

Tut mir leid, lasst uns erst mal Weihnachten genießen! ;)


 
"Was machen Sie? Nichts. Ich lasse das Leben auf mich regnen."

Rahel Varnhagen




Gewidmet einer wunderbaren Freundin, die gerade drei
Wochen in Nordschweden mit sage und schreibe drei
Stunden Tageslicht verbringt.
<3


Freitag, 7. Dezember 2012

Schatzkiste

Heutzutage wird  viel zu viel gejammert. Vor allem in Deutschland, ganz besonders in der Bloggerwelt. Und da ich euch oft genug mit trüben Gedanken quäle, möchte ich euch heute einfach ein paar Dinge zeigen, die mir in letzter Zeit gute Laune bereitet haben =)
Sehen wir die Welt doch mal als riesige Schatzkiste, in der man nur ein bisschen genauer hinsehen muss, um die vielen kleinen Kostbarkeiten des Alltags zu entdecken.

Wärme


+ Ohne ein bisschen Selbstbeherrschung wäre eine Packung "Lebkuchen Allerlei" bei mir wohl innerhalb von Minuten dem Tode geweiht. Einfach lecker und in Verbindung mit Alnaturas Glückstee aus Kakao-
schalen mit Rooibos und Vanille absolut unwiderstehlich ;) (Wunderschönes Besteck bei Depot! Hier sieht man nur einen Löffel ;D)

+ Wunderbar warme, weiche, selbst gestrickte Kuschelsocken von meiner lieben Mama =)

+ Taschenwärmer! Jedes Jahr wollte ich einen haben und bin nie dazu gekommen, mir einen zu kaufen. Dieser ist nicht der schönste, aber für einen Euro? Bei bevorstehenden -20 °C sind mir warme Hände ein Vermögen wert ;) (gibt's bei Nanu-Nana)

Geschenkideen


+ Eine unglaublich süße Eule aus dem Bastelladen, die meine Freundin gestern zusammen mit "Mach dieses Buch fertig" zum Geburtstag bekommen hat. Wird mit Sicherheit noch nachgenäht =)

+  Derzeit soo schönes Geschenkpapier bei dm. Wer freut sich nicht über ein "umstricktes" Päckchen? ;)

+ Die süße kleine Krippe, die mir meine Oma letztes Jahr zum Nikolaus geschickt hat. Sie passt auseinander gebaut nämlich in einen normalen Briefumschlag. Ich freue mich jedes Mal wieder, wenn ich sie auf meinem Fensterbrett entdecke. Dieses Jahr waren zwei kleine Holzanhänger in ihrer lieben Karte. =)

+ Ein selbst gebackenes Plätzchen mit meinem Namen und eine süße Fotokarte als kleine Nikolausgeschenke von meinen lieben Freundinnen

Kosmetik

+ Ich bin süchtig nach diesem Lippenbalm von Figs & Rouge, den ich durch ein Gewinnspiel in meiner kostenlosen Glossybox bekommen habe. Er riecht so wunderbar nach Pfefferminz, pflegt die Lippen wirklich seidig weich und legt nicht nur einen Silikonfilm über die Haut, wie Labello & co. Über die Inhaltsstoffe gibt Codecheck zwar nicht viel preis, aber ich finde die klingen ziemlich gut ;)



+ Ich wollte ja schon immer mal solche berüchtigten Augenbilder machen.. Verzeiht es mir! ;)



Kleidung


+ Meine neuen Winterklamotten und gestrickte Westen mit Pelzkragen über karierten Blusen, damit die noch mehr an Holzfällerhemden erinnern und schön warm halten =)


Weihnachtsstimmung


+ Mit Weihnachtsbeleuchtung im Fenster sieht das Zimmer drinnen und die schneebedeckte Welt draußen gleich noch viel schöner aus. Leider keine traditionellen, erzgebirgischen Schwibbögen, dafür fehlt mir das Geld ;)

+ Lange Gespräche bei Apfel-Zimt-Glühwein mit einer guten Freundin

+ Meine Weihnachtskrippe in der Heimat, die mein Patenkind dazu veranlasst hat, mich nach der Weih-
nachtsgeschichte zu fragen. Wie sich solche Gelegenheiten manchmal von selbst ergeben.. Inzwischen musste ich sie ihm schon ein zweites Mal erzählen, während er Maria mit den drei Weisen verkuppelte und unbedingt wollte, dass Josef jetzt "Herr Jesus" ist.



Soo, bevor ich euch zu Tode langweile
wünsche ich euch einen tollen zweiten Advent ;)

Ich freue mich übrigens riesig, dass sich in letzter Zeit so tolle Gespräche in den
Kommentaren ergeben. So kommt man manchmal nachträglich noch zu ganz neuen
Erkenntnissen ;)

Was macht euch zurzeit gute Laune?


Donnerstag, 6. Dezember 2012

Von Kerzen und Klößen

Ich weiß nicht, was genau der Grund dafür ist, dass ich in den Gottesdiensten meiner Heimatgemeinde in letzter Zeit immer häufiger mit Tränen kämpfen muss. Es ist das selbe Buch, über das gesprochen wird, der selbe Pfarrer, das selbe Gebäude, die selbe Gemeinde wie schon immer. Noch vor ein paar Jahren war ich ein fester Teil dieser Gemeinschaft, war das alles völlig normal.

Wenn ich heute zwischen all diesen Menschen in unserer wunderschönen Kirche sitze, wächst bei jedem ergreifenden Wort, jedem schön formulierten Gebet, jedem Lied, in dem ich mich wiedererkenne ein immer größerer Kloß in meinem Hals. Ich frage mich, wann ich das letzte Mal ein Tauflied komplett mitsingen konnte und nicht nach wenigen Versen abbrechen musste, um nicht vor der versammelten Gemeinde zu weinen, weil diese Zeremonie immer wieder so unglaublich bewegend ist. Bin ich aus meinem Alltag wirklich so wenig Emotionalität gewohnt?
Wenn die Kurrende zu Beginn des Adventsgottesdienstes mit ihren schwarzen Mänteln und weißen Krägen und einer Kerze in der Hand auf dem Altarplatz steht, der Pfarrer wortlos den ersten Docht anzündet und die Kinder das Licht immer weiter geben, bis sie umher laufen und die vielen Kerzen auf den Kirchenbänken zum Leuchten bringen und später mit ihren zarten, hellen Stimmen von der Liebe unter den Menschen singen, frage ich mich, wieso wir nicht manchmal einfach denken können wie ein Kind.

Ich glaube meine Tränen sind Erleichterung, Hoffnung, dass es so etwas in unserer heutigen Gesellschaft noch gibt. Menschen, die von Liebe sprechen, statt von Neid, die aufmerksam und hilfsbereit sind, statt einfach aneinander vorbei zu gehen, die wissen, was Advent wirklich bedeutet und die das gemeinsame Ziel haben, ein bisschen Licht in diese dunkle Welt zu bringen. Es ist das Gefühl von Geborgenheit und Annahme zwischen all diesen altbekannten Gesichtern, die Tatsache, dass sich mein Leben in diesen eineinhalb Stunden mit Gott vollkommen richtig anfühlt, ich getröstet werde und einen neuen Weg vor mir sehe, einfach glücklich bin und merke, wie sehr mir solche Impulse gefehlt haben.
Wie viele Christen (ich schließe mich nicht aus) gehen sonntags fromm zur Kirche und machen am nächsten Tag trotzdem keinen Unterschied zur grauen Masse. Und doch bin ich sicher, dass diese einmalige Atmosphäre in jedem von uns etwas hinterlässt, unser Verhalten ein kleines bisschen ändert. Und wenn es nur ein Lächeln ist, das wir dem nächsten Passanten auf dem Heimweg schenken. 



Freitag, 2. November 2012

Unser Schuhkarton

Vor einigen Wochen habe ich euch auf die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" aufmerksam gemacht und obwohl es inzwischen schon eine Weile her ist, möchte ich euch gerne unser Paket vorstellen, das wir gemeinsam gepackt hatten. Es geht an einen Jungen zwischen 10 und 14 Jahren, weil für diese Altersgruppe die wenigsten Geschenke versandt werden.




Es enthält:
- zwei A5-Schulhefte
- 12er-Pack Bleistifte
- 2 Kugelschreiber + Ersatzminen
- 2 Spitzer
- Radiergummi
- Solartaschenrechner
- 2 Zahnbürsten
- Zahnpasta
- 2 Tafeln Schokolade
- kleines Hot Wheels Auto
- Gummifußball
- Ballpumpe
- 2 Paar Socken
- ein Foto als Gruß 


In einem der Videos auf der Website der Aktion hatte ein Junge einen Karton zum Aufklappen bekommen und ich fand die Idee so toll, dass ich sie nachgemacht habe. Immerhin hüten viele Kinder ihren Karton jahrelang wie eine Schatztruhe. Zusammen mit den 6 € für Transport und Abwicklung kamen wir auf eine Summe von rund 30 €. (Die Socken waren eine Spende aus dem Textilgeschäft meiner lieben Mama  ;) ).
Packt man voluminösere Geschenke wie Pullover und Kuscheltiere in den Karton, fallen die Kosten natürlich entsprechend geringer aus. Mami Made It hat mir außerdem den Tipp gegeben, schon im Vorfeld auf Rabattaktionen für brauchbare Artikel zu achten und so ein paar Euro zu sparen. Ansonsten möchte ich nächstes Jahr gerne etwas Persönliches, wie einen selbst gestrickten Schal, verschenken.

Was habt ihr in euren Karton gepackt und welche Ideen haben euch besonders gut gefallen? 





  All night I couldn‘t sleep
So I rushed out of bed and brushed my teeth
I put on my sunday‘s best 
as my heart was pounding out of beat
I‘ve heard someone sent a gift here just for me
Now I stand here through joysfull tears - I barely see 
You‘ve put a smile on my face
though you‘ve never heard my name
You choose to spend your time and bless my life 
You gave me a memory I won‘t erase
allthough this day might soon be over
you gave me something so look forward to 

"Shoebox" Marco Stelter


Den Text zu diesem unglaublich berührenden Song habe ich extra für euch exklusiv
zugesandt bekommen. Er wurde noch nicht einmal auf der Homepage veröffentlich.

 

Freitag, 5. Oktober 2012

Weihnachten im Schuhkarton

Ich weiß - Weihnachten liegt noch in weiter Ferne und auch ich habe alle Jahre wieder den Drang, im Supermarkt zu randalieren, wenn Anfang September die ersten Schokoweihnachtsmänner angeboten werden. Doch diese Aktion, die mir unglaublich am Herzen liegt, möchte ich euch lieber rechtzeitig in Erinnerung rufen. (nur bis 15.11.)

Sicher kennen die meisten "Weihnachten im Schuhkarton". Es geht darum, ein Geschenk für ein fremdes Kind in eine Kiste zu packen und es auf die Reise nach Osteuropa oder Asien zu schicken. Und schon höre ich bei den ersten die Alarmglocken läuten. "Etwas spenden? Ich habe doch selbst nicht genug! Ich bin froh, wenn ich meinem eigenen Kind etwas zu schönes Weihnachten schenken kann." Doch diesen Kindern in den ärmsten Ländern unserer Erde fehlt es nicht an Computerspielen und dem neusten Handy, sondern an den für uns alltäglichsten Dingen wie Essen, warmer Kleidung, Hygieneartikeln, Schulmaterialien und vor allem Zuneigung. Sie wohnen in kleinen Hütten ohne Strom, fließendes Wasser oder sanitäre Anlagen (siehe Bilder unten). Diesen hoffnungslosen jungen Menschen können wir einen Lichtblick schenken. Für viele ist es das erste Mal, dass sie ein Weihnachtsgeschenk bekommen, dass jemand an sie denkt und sie sich wertgeschätzt fühlen. Dieses Erlebnis hallt vor allem emotional lange nach. 

Durch diese Aktion wird bereits seit 1990 Kindern aus ärmsten Verhältnissen Freude und Hoffnung ge-
schenkt, denn es ist nicht der materielle Wert, der überwiegt. 2011 wurden allein in Deutschland und Öster-
reich 494.901 Kartons gepackt. Der komplette Jahresbericht lässt sich hier herunterladen. Es sind unglaub-
liche Geschichten und Bilder zu sehen, die mir einige Male Tränen in die Augen trieben. 

Ich halte Weihnachten im Schuhkarton für eine großartige Möglichkeit, etwas von unserem Überfluss abzugeben. Die Aktion ist sehr transparent und gut organisiert. Die Einfuhr der Päckchen ist in manchen Ländern unglaublich kompliziert, es muss genau festgehalten werden, welches Kind wann ein Paket bekommt, die Bedürftigkeit nachgewiesen werden und die Verteiler eine gesonderte Schulung besucht haben. 

Die sehr detailreiche Website erläutert alle weiteren Informationen, die ich im folgenden noch einmal zusammen fassen möchte (wer sich sowieso ausführlicher informiert, muss also nicht weiter lesen ;) ).




So könnt ihr mitmachen:
- einen Schuhkarton (Ober- und Unterseite) mit Geschenkpapier bekleben
    (keine Stiefelkartons, Maße etwa 30x20x10 cm)
- Etikett für die jeweilige Altersgruppe und das Geschlecht auswählen
   (2-4, 5-9, 10-14 Jahre)
- den Karton mit einer Mischung aus Geschenken befüllen. Dabei müssen einige
    Einfuhrbestimmungen beachtet werden. Hier gibt es eine Liste mit empfohlenen
    Geschenken und Dingen, die nicht enthalten sein dürfen
- das Paket zusammen mit 6 € bis zum 15. November an einer Sammelstelle in
    eurer Nähe abgeben (oder Geld überweisen)

Die vorgeschlagene Spende von 6 € deckt die Kosten für Abwicklung und Transport. Es werden aber natürlich alle Kartons auch ohne diese Zahlung versendet, wobei dadurch zusätzliche Kosten für die gemeinnützige Organisation anfallen. In welchem Land euer Paket landet, könnt ihr hier nachlesen. Die wenigsten Pakete gehen dabei an Jungs zwischen 10 und 14 Jahren. Also am besten ein solchen Paket packen. Sie freuen sich z.B. über Schulmaterial, warme Kleidung, einen Ball, Schokolade usw.

Weihnachten im Schuhkarton gehört keiner Kirche an. Allerdings wird die Verteilung im Rahmen eines weihnachtlichen Programms durchgeführt und der Grund für Weihnachten - die Geburt Jesu - erläutert. Soweit erwünscht, wird ein Heft mit kindgerechten Bibelgeschichten und eine Einladung in die örtliche Gemeinde angeboten. Die Kinder erhalten ihr Geschenk jedoch bedingungslos und es wurde international vereinbart, dass das Evangelium während der Verteilung nicht manipulativ eingesetzt werden darf. 

Neben der einmaligen (wenn auch langanhaltenden) Freude für die Kinder ist Weihnachten im Schuhkar-
ton auch eine entwicklungspolitisch nachhaltige Aktion. Im jeweiligen Land wird auf die erschreckende Situation der Kinder aufmerksam gemacht und es sind auf diesem Weg schon viele neue Projekte ent-
standen. Durch den Kontakt zu Hilfsorganisationen haben sich die Umstände in vielen Orten stark ver-
bessert, die jungen Menschen lernen respektvollen Umgang miteinander und bekommen neuen Mut, ihr Leben selbstständig zu gestalten. 

In Polen war eine Gemeinde vor drei Jahren so schockiert von den Zuständen, in denen eine Familie lebte, dass sie kurzfristig beschloss, deren Haus zu renovieren. Die Schicksale der beschenkten Kinder sind wirk-
lich erschreckend. Es gibt Familien, die mit umgerechnet 150 € im Monat fünf Personen ernähren oder zu acht in einem sechs Quadratmeter großen Zimmer leben müssen.

Dabei sehen die Mädchen und Jungen auf den Fotos meist sehr gut gekleidet aus. Als das Team jedoch auf Nachfrage eines der Kinder nach Hause begleitete, fanden sie eine fünfköpfige Familie in einem winzigen Steinhaus vor, mit nur einem beheizten Zimmer, ohne Toilette, ohne Strom, ohne fließendes Wasser. Die Eltern wollen sich in ihrer Armut einen Rest an Würde bewahren, indem sie ihre Kinder möglichst gepflegt aussehend zur Verteilung schicken. Wie sie das meistern, ist schleierhaft. Bei den Besuchen der einzelnen Familien wurde das Team von vielen Kindern begleitet, die wenigsten trugen Jacken, einige waren barfuß. Mitten im Winter.

 Eindrücke aus Bulgarien


Das Mädchen hinten in der Mitte ist nicht die Schwester der anderen Kinder, sondern ihre Mutter. Mit 18 Jahren hat sie bereits 6 Kinder zu Welt gebracht. (Fehlende Aufklärung und Unterdrückung von Frauen!)

Zusammen wohnen sie in dieser Hütte


Haus einer anderen Familie
 
Toilette in einer Schule in Moldau

Helft mit und schenkt einem Kind neue Hoffnung! Zum Beispiel auch zusammen mit Freunden oder eurer Familie, falls es euch doch zu teuer wird. Wenn ihr mitmacht und Lust habt, euren Karton auf eurem Blog vorzustellen, könnt ihr gern einen Link in meinen Kommentaren hinterlassen und ich erwähne euch in einem meiner Posts.




Danke!